Zahlreiche Arbeitsgeräte zeigen Zimmerhandwerk und Tischlerei damals und heute: Ständerbauweise, Zapfenverbindungen, Fachwerkwand, Verkämmungen, Verschalungen und vieles mehr.

Zur Weiterverarbeitung der Holzprodukte (sieh hierzu auch den Lehrfilm) bietet der Zimmereibereich Ihnen zahlreiche, noch funktionierende Maschinen, aus versch. Epochen, beispielsweise Tischkreissägen, Tischbandsäge, Dickenhobelmaschine und natürlich, denn ohne die ginge es gar nicht, die Schärfmaschine und Schränkmaschine für die Gattersägen.

In der Zimmerei schauen Sie im Hintergrund auf unsere Fachwerkwand in der Ständerbauweise. Verschiedenen Beplankungen können Sie sich dort anschauen. Diese dienen zur Aussteifung, sind Windschutz, Wetterschutz … und im Hohlraum lässt sich hervorragend das Dämmmaterial unterbringen.

Die Fachwerkbauweise ist schon aus der Zeit 1200 n. Chr. bekannt und hatte seine Blütezeit zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert. Erst nach 1800 wurden durch den Einfluss der südländischen Kulturen vermehrt Steinhäuser errichtet. In Fachwerkbauweise wurden neben Wohngebäuden, auch repräsentative Gebäude, wie z.B. Rathäuser und Kirchen, gebaut.

In der heutigen Zeit erfuhr die Holzbauweise wieder Aufschwung durch den Einsatz moderner Fertigungsverfahren (Holzrippenbau, Holzrahmenbau bzw. Holztafelbau). In der neuen Bauweise sind die Hölzer in Proportion, Querschnitt und Anordnung statisch optimiert und nicht mehr durch klassische Holzverbindungen zusammengefügt. Die „neuen“ Plattenwerkstoffe bieten viele Vorteile: Günstige Herstellung, kurze Bauzeiten (Trocknung), hervorragende Wärmedämmung, geringe Wanddicken. Aber noch immer üben Zapfenverbindung eine starke Anziehung aus. Testen Sie selber an unseren Modellen, wie fest der Zusammenhalt ist oder versuchen Sie diese selber zusammenzustecken, z.B. am geraden und schrägen Hakenblatt.

Alle Fotos auf dieser Seite: HTM

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