„Holzerlebnishaus“ sichtbarer werden lassen

Wißmar, Januar 2026.  Seit Herbst vergangenen Jahres erscheint das Holz- und Technikmuseum im neuen Gewand: Aus energetischen Gründen erhielten die Bereiche Forst, Empfang und Seminarraum eine neue wärmedämmende Außenfassade. Über mehrere Jahre hatten die Museumsverantwortlichen zusammen mit der Gemeinde Wettenberg nach Lösungen gesucht, die die Sichtbarkeit des bisherigen Fachwerks gewährleisten sollten. Am Ende stellte sich jedoch eine Außenverkleidung als einzige sinnvolle und effiziente Maßnahme heraus. Nach Abschluss der Arbeiten lag es nahe, dank gemeindlicher Unterstützung eine neue Tafel mit dem Museums-Logo und dem Attribut „Holzerlebnishaus“ anzubringen. Grund genug für das Museums-Team, zusammen mit Vertretern der Gemeinde Wettenberg als Eigentümerin des am östlichen Rand des Ortsteils Wißmar gelegenen Museumsgebäudes die Neuerungen bei einem kürzlichen Lokaltermin zu würdigen.

Gemeinsamer Fototermin am 21. Januar 2026: Vertreter:innen von HTM und Gemeinde Wettenberg (v.l.n.r.): Milane Francke (HTM-Praktikantin), Judith Beck (FÖJ Freiwilliges Ökologisches Jahr im HTM), Helena Krämer (HTM-Betriebsleitung), Dieter Mülich (Museumsleiter), Eberhard Seidel (Ehrenvorsitzender HTM-Freundeskreis), Marc Nees (Bürgermeister Wettenberg) u. Kai Mandler (Bauamtsleiter Gemeinde Wettenberg).

„Mit der Hervorhebung unserer Einrichtung als ‚Holzerlebnishaus‘ wollen wir einmal mehr demonstrieren, dass sich unser Wirken nicht nur auf die rein musealen Aufgaben beschränkt, sondern verstärkt auf das Erleben des Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedankens ausgerichtet ist“, erläutert Museumsleiter Dieter Mülich die dahinter stehende Philosophie. In der Tat haben die Museums-Verantwortlichen bereits seit der Einweihung im September 2003 und vornehmlich durch die bewährte Kooperation mit dem Landesbetrieb Hessen Forst umweltschonende und nachhaltige Zielsetzungen in den interaktiv nutzbaren Ausstellungsbereichen Forst, Dampfmaschine, Sägewerk & Zimmerei, Schreinerei und Energie im Blickfeld gehabt. Bereits im Jahr 2007 erfolgte durch die hessische Landesregierung die Ernennung zum Regionalen Umweltbildungszentrum. Sechs Jahre später, also in 2013, wurde die Einrichtung als „Außerschulischer Lernort“ zertifiziert und fungiert seitdem als begehrter Anlaufpunkt für Schulklassen nahezu aller Altersstufen. Museums-Mitarbeiter sind es auch, die für die mittelhessische Region die hessenweiten Projekte „Umweltschule“ und „Schuljahr der Nachhaltigkeit“ betreuen und koordinieren.

Daneben gehörte es zu den Aufgaben als Regionales Umweltbildungszentrum, im Gleichklang mit anderen hessischen Regionen im hiesigen Raum ein Netzwerk für „Bildung für nachhaltige Entwicklung BNE“ ins Leben zu rufen, auszubauen und zu koordinieren. Aus organisatorischen und perspektivischen Gründen wurden im vergangenen Jahr die Aufgaben der Koordinationsstelle sukzessive an das Bildungsmanagement Landkreis Wetzlar übertragen und sind dort offiziell sein Anfang 2026 angesiedelt.

Mit Blick auf die aus touristischer Sicht günstige Lage des Wettenberger Holzerlebnishauses am Lahnrad- und Lahnwanderweg sowie der unmittelbaren Nähe zum Flusslauf der Lahn lag es nahe, sich im vergangenen Jahr dem Lahntal Tourismusverband anzuschließen. Dass tourismusfördernde Aktivitäten durchaus im Einklang mit Zielen des Umwelt- und Klimaschutzes einher gehen können wird nicht zuletzt dadurch belegt, dass das Museum kürzlich zum "Partnerbetrieb des Nachhaltigen Reiseziels Lahntal" zertifiziert wurde.

Alle Bilder zu diesem Bericht: HTM
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